"Arbeit für alle"

Juni 2017. WuB und lvkm-sh gehen mit gutem Beispiel voran

Eigentlich arbeitet Sebastian Mac in der Textil-Gruppe der WuB in Ottendorf, sein Kollege Leotrim Shkodra ist sowohl in der Textil- als auch in der EDV-Gruppe beschäftigt. Doch seit Anfang März 2017 haben die beiden jungen Männer noch einen zusätzlichen Job: einmal pro Woche fahren sie zum Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Schleswig-Holstein e. V. (lvkm-sh) in die Boninstraße, um dort Unterlagen mit dem Schredder zu vernichten. Ilka Pfänder, Geschäftsführerin des lvkm-sh, stellt diese Arbeitsplätze gern zur Verfügung. „Es ist ein Schritt auf dem Weg zu mehr Inklusion in der Arbeitswelt“, erklärt sie.

Anfang 2017 hat die Werk- und Betreuungsstätte das Pilotprojekt „Arbeit für alle“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, die Teilhabe von Menschen mit Assistenzbedarf am Arbeitsleben zu verbessern. „Wir suchen nach mehr Möglichkeiten für unsere Nutzer, auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beteiligt zu sein und sinnstiftende Beschäftigungen zu finden“, sagt Andreas Borck, pädagogischen Leiter der WuB. Gemeinsam gehen WuB und lvkm-sh mit dem Schredder-Job mit gutem Beispiel voran. Für ähnliche Arbeitsangebote sind neben dem Papier-Schreddern auch Tätigkeiten wie Postbearbeitung oder Wäscheversorgung in der Hauswirtschaft denkbar. Wichtig ist, dass die Arbeitsplätze barrierefrei sind und es genug Platz für die Rollstühle gibt.

Den Weg in die Boninstraße legen Leotrim Shkodra und Sebastian Mac mit Hilfe ihres Gruppenleiters Peter Zühlsdorff in einem der WuB-eigenen Busse zurück. Sie sind froh über ihre Arbeit beim lvkm-sh. „Es ist toll, auch mal außerhalb der WuB zu arbeiten. Das Schreddern ist für uns eine willkommene Abwechslung“, sind sich die beiden einig.

Von: Inga Tolk

Sebastian Mac und Leotrim Shkodra am Papier-Schredder des lvkm-sh. Foto: Jennifer Ruske

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