WuB stellt Palliativkonzept für Menschen mit Behinderung vor

In Zusammenarbeit mit der hospiz-initiative kiel e. v. hat die WuB ein Palliativkonzept für Menschen mit Behinderung entwickelt. Das Kooperationsprojekt war Bestandteil des vom Sozialministerium Schleswig-Holstein geförderten Projekts „Sterbe- und Trauerbegleitung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in Schleswig-Holstein“.

Nach gut 2-jähriger Projektzeit wurden am 5. September 2019 erste Ergebnisse vorgestellt. „Es ist wichtig, über den Tod zu sprechen, damit er seinen Schrecken verliert“, sagte Anika Jonas in ihrer Begrüßungsansprache. Die 21-Jährige lebt und arbeitet in Einrichtungen der WuB und hat am Konzept mitgearbeitet. Jessyka Naase-Begier, Sterbe- und Trauerbegleiterin bei der Hospiz-Initiative und Initiatorin der Kooperation zitierte Aristoteles: „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“ Der Anfang sei gemacht, nun müsse man die Nachhaltigkeit des neuen Konzepts gewährleisten. Dazu hat die WuB ein eigenes Palliativteam zusammengestellt und Aufgaben des Teams sowie Leitsätze für die palliative Arbeit formuliert. Darüber hinaus wurde der Leitfaden „Entwicklung eines Palliative Care-Konzepts in Einrichtungen der Eingliederungshilfe“ präsentiert, der Voraussetzungen und Bausteine des Projekts beschreibt. Neben vielen Informationen bot die Veranstaltung den Besuchern verschiedene Möglichkeiten zum Austausch und Mitmachen an. So wurden unter dem Motto „gut behütet“ bunte Hüte aus Zeitungspapier gebastelt. Es gab Führungen zum Erinnerungsgarten der WuB, eine geschützte Stelle auf dem Gelände, an der sich Gedenksteine für verstorbene Nutzer befinden. In einer Ecke des Begegnungscafès konnten Kerzen angezündet werden und unter dem Titel „Leben bis zuletzt“ lud WuB-Geschäftsführer Andreas Borck zum Dialog ein. Das Kieler Bestattungshaus Martens und die hospiz-initiative kiel e. v. selbst waren mit Infoständen dabei. Der Wünschewagen des ASB, der mit Hilfe eines medizinisch ausgestatteten Liegendtransport-Fahrzeugs Sterbenden letzte Ausflüge ermöglicht, stellte sich vor. Zum Ausklang kamen Besucher und Organisatoren zum gemeinsamen Singen von Abschiedsliedern zusammen, musikalisch begleitet mit Gesang und am Klavier von Janne Lemke und auf der Gitarre von Andreas Melcher.

Von: Inga Tolk

Gedenkkerzen

Jessyka Naase-Begier bei ihrer Ansprache

Tobias Rönneburg (mit Sonnenblumen) und Anika Jonas (mit rosa Strauß), beide Mitglieder der Projektgruppe

"gut behütet"

Anna-Luisa Greve erläutert den Erinnerungsgarten der WuB

Gedenksteine

Zum Ausklang Lieder, begleitet von Janne Lemke und Andreas Melcher

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